Oberflächen

Je nach Art des Holzes und seiner Empfindlichkeit, treten früher oder später Alterungserscheinungen auf, die sich direkt an seiner Oberfläche zeigen: Sie beginnt zu vergrauen, zu verfärben und bekommt Flecken und Risse.

Das Behandeln von Holzoberflächen geht aber nicht ausschließlich mit dem Schutz der Hölzer einher. Es gibt auch ästhetische Beweggründe, die für eine Behandlung – und im besten Falle Veredelung – von Holzoberflächen sprechen.

Zum einen kann die Behandlung dazu beitragen, dass die natürlichen Vorzüge einer Holzart betont werden. Zum anderen lassen sich außergewöhnliche Effekte erzielen.

Unbehandelt

Holz in seiner ursprünglichen Form und Schönheit. Durch eine naturbelassene Oberfläche kommt der Ursprungscharakter besonders zur Geltung. Maserung und Farbe werden nicht überdeckt oder herausgearbeitet. Jedes Stück hat seine ganz individuelle Persönlichkeit.

Bild: Massivum
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Lackiert

Das Lackieren von Holz gehört zu den klassischen Oberflächenbehandlungen bei Rahmen. Gegenüber dem Ölen und Wachsen hat es den Vorteil, dass es kaum zum Abdunkeln führt.

Gewachst

Bei gewachstem Holz bleibt die Oberfläche offenporig und wird nicht versiegelt, wie zum Beispiel durch eine Lackierung. Wachs zieht nur oberflächlich in das Holz ein und härtet mit der Zeit mehr und mehr aus. Man kann farbloses Wachs verwenden, wenn man die Ursprungsfarbe des Holzes erhalten möchte oder durch das Wachs einen helleren zum Beispiel honigfarbenen, oder dunkleren, zum Beispiel walnussfarbenen Ton, erzielen.

Bild: Massivum
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Geölt

Die Oberflächenbehandlung mit Öl betont die Struktur des jeweiligen Holzes und bringt diese noch besser zur Geltung. Sie wirkt abdunkelnd, wobei die Kontraste innerhalb der natürlichen Holzfarbe verstärkt werden. Öl zieht tief in die Poren des Holzes ein, wobei es wirksamer gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit wirkt.

Patiniert

Eine Patina ist eine Schicht, welche Hölzer erst nach einigen Jahren durch natürliche Prozesse annehmen. Patiniertes Holz zeichnet sich durch eine plastischere Oberfläche aus. Das Holz bekommt Tiefe und wirkt lebendiger. Zum Patinieren wird das Holz zunächst lasiert oder mit einer Farbschicht überzogen, die in der Tiefe durch Kratzen, Bürsten und Polieren eine Struktur erhält.

Bild: Massivum
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Furniert

Als Furnier bezeichnet man millimeter- dünne Blätter aus Holz, welche durch verschiedene Säge-, Schäl- oder Schneideverfahren vom Baumstamm abgetrennt werden. Zur Herstellung von Furnieren werden vor allem beliebte Laubhölzer, wie zum Beispiel Buche und Eiche, verwendet.

Gebeizt

Mit Holzbeize wird unbehandeltes Holz lichtecht eingefärbt, ohne dass seine natürliche Maserung verschwindet. Sie erscheint klarer und kontrastreicher. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die verwendete Beize eher transparent oder farbintensiv ist. Transparente Beize verdeckt wuchsbedingte Farbabweichungen und hebt die natürliche Farbe des Holzes hervor, während farbige Beize die Oberfläche praktisch beliebig umfärben kann. 

Bild: Massivum
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Gebürstet

Beim Bürsten von Holz werden die weicheren Schichten der Holzoberflächen herausgearbeitet, sodass die härteren übrigbleiben. Das Herausbürsten der weichen Anteile hinterlässt kleine Furchen, wodurch die Holzoberfläche ein strukturiertes, rustikales Erscheinungsbild erhält. Als Werkzeuge werden Bürsten oder Bürstaufsätze aus verschiedenen Materialien verwendet. Dadurch können individuelle Ergebnisse, wie grobere oder feinere Oberflächen, erarbeitet werden.

Lasiert

Bei einer Holzlasur unterscheidet man zwischen Dünnschicht- und Dickschichtlasur. Bei beiden handelt es sich um einen nicht deckenden Anstrich, der die Poren nicht verschließt und die natürliche Holzoptik beibehält. Die Dickschichtlasur hat die Eigenschaft das Holz deutlich stärker zu versiegeln und bildet einen schützenden Film an der Oberfläche. Die Dünnschichtlasur hingegen zieht tief, schonend und pflegend in die Holzoberfläche ein. Je nach Stärke der Pigmentierung, behalten lasierte Rahmen ihren Naturton bei oder können komplett umgefärbt werden. 

Bild: Massivum
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Gekälkt

Gekalktes Holz ist durch eine weiße Färbung der Poren gekennzeichnet. Die Färbung wird durch das Auftragen von Kreidefarbe oder Holzwachs erreicht. Den größten Effekt erzielt man bei groben Poren und einer stark ausgeprägten Struktur des Holzes. Hier setzt sich die Farbe gut sichtbar in der Oberfläche des Holzes ab und betont die Maserung.